Shuriken – Die wahre Geschichte der japanischen Wurfwaffe von Ninja und Samurai

 

Mehr als nur eine Ninja-Waffe

Im kollektiven Bewusstsein steht der Shuriken synonym für Ninja. In Wahrheit wurde der Shuriken jedoch auch intensiv von Samurai verwendet. Viele klassische Kampfkünste überlieferten gezielte Techniken und Anwendungen des Shurikenjutsu, der Kunst des Shurikenwerfens. Dabei handelt es sich nicht um wildes Herumwerfen, sondern um eine präzise und durchdachte Disziplin, mit klaren Zielsetzungen: Gegner ablenken, Distanz schaffen, Bewegungen stören oder sogar Verletzungen zufügen.

Zwei Haupttypen des Shuriken

Shuriken lassen sich in zwei große Kategorien unterteilen:

  • Hira-Shuriken – flache, scheibenartige Modelle mit mehreren Klingen, oft kreuz- oder sternförmig, auch als Senban Shuriken bekannt (Abb. 1);

  • Bō-Shuriken – lang und spitz, ähnlich großen Nägeln, Stiften oder Klingen (Abb. 2).

Abb. 1senban Abb. 2boshuriken

Fotos entnommen aus dem Buch „Ninja Weapons: Chain and Shuriken“ von Charles Gruzanski.

Während Hira-Shuriken einfacher zu erlernen sind, können sie beim Wurf Geräusche verursachen und sind schwieriger zu transportieren. Die Bō-Shuriken dagegen sind geräuscharm und dringen tiefer ein – sie erfordern jedoch mehr Technik und Training.

Shuriken und Gifte

In realen Einsätzen wurden Shuriken häufig mit Giften oder infektiösen Substanzen behandelt, um ihre Wirkung zu verstärken. Gerade bei den mehrklingigen Modellen wie dem Happō-Shuriken war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine der Klingen den Gegner trifft und das Gift in den Blutkreislauf gelangt.

Wurftechniken im Shurikenjutsu

Im Laufe der Jahrhunderte wurden unzählige Wurftechniken von den verschiedenen Ryūha (Kampfschulen) entwickelt. Trotz der zahlreichen stilistischen Unterschiede im Wurf lehren alle traditionellen Schulen drei Hauptmethoden:

  • Choku Dahō – der direkte Wurf ohne Rotation

    choku
    Abb. 3 (Bild entnommen aus dem Buch „Shuriken“ von Fujita Seiko)
  • Hanten Dahō – halbe Rotation, ideal für kürzere Distanzen

    Hanten Abb. 4 (Bild entnommen aus dem Buch „Shuriken“ von Fujita Seiko)

  • Kaiten Dahō – volle Rotation, häufig bei Hira-Shuriken verwendet

Jeder Stil erfordert Training und Koordination, um die Ziele präzise treffen zu können. Wenn du dich dem Shurikenjutsu auf sichere Weise nähern möchtest, gibt es verschiedene Trainingsversionen aus hartem Gummi: Besuche unsere Seite, auf der du eine große Auswahl an unterschiedlichen Gummi-Shuriken findest!

Klassische Schulen mit Shurikenjutsu

Der Shuriken war kein exklusives Werkzeug der Ninja. Zahlreiche klassische Kampfkunstschulen integrierten ihn in ihr Curriculum. Zu den bekanntesten zählen:

  • Negishi-ryū

  • Shirai-ryū

  • Kōzuno-ryū

  • Katori Shintō-ryū

  • Shinkage-ryū

  • Yamamoto-ryū

  • Iga-ryū
  • Meifū Shinkage-ryū

Diese Systeme vermitteln nicht nur den Wurf selbst, sondern auch Strategie, Timing, Zielauswahl und psychologische Wirkung.

Der Shuriken in der modernen Welt

In der heutigen Zeit erlebt der Shuriken eine neue Renaissance. Neben dem historischen und marzialischen Einsatz findet man ihn in Ninja-Erlebnisparks, als sicheres Spielzeug für Kinder und als Teil von modernen Sportarten wieder. Für ein spielerisches, sicheres Herantasten an die Tradition bieten sich Modelle aus Gummi an, wie der Gummi Kunai, aber auch eine Auswahl an weichen Shuriken aus Gummi, etwa der Deluxe Gummi Shuriken Typ 1, Typ 2 oder Typ 4, die sich hervorragend für Training oder Show-Einlagen eignen.

 
Veröffentlicht in: Ninjutsu
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